Risiken und Nebenwirkungen von E-Health
Europäische Gesundheitsorganisationen stehen vor einer massiven Zunahme sensibler Daten. Laut dem neuesten Rubrik Zero Labs Report könnte sich die durchschnittlich gespeicherte Datenmenge bei einer Gesundheitsorganisation bis Mitte 2024 auf 42 Millionen Datensätze und in den kommenden fünf Jahren sogar auf 167 Millionen Datensätze vervielfachen.
Datensammlungen: Licht und Schatten
Die zunehmenden Datenberge im Gesundheitswesen haben einerseits Vorteile: Die systematische Auswertung von medizinischen Daten verbessert das Erkennen von Krankheiten, ermöglicht individuell ausgerichtete Therapien und eröffnet neue Heilungschancen, so das Bundesgesundheitsministerium. Leider ziehen große Datenansammlungen Cyberkriminelle an. Deshalb hat die Datenzunahme im Gesundheitswesen und damit auch E-Health eine negative Seite. So warnt die EU-Agentur für Cybersicherheit ENISA in den Bedrohungstrends bis zum Jahr 2030 ausdrücklich vor dem Missbrauch von E-Health-Daten und zählt diesen zu den größten Cyberbedrohungen der nächsten Jahre.
Datenschutz gegen den gläsernen Patienten
Wie wichtig der Datenschutz für den Erfolg der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist, zeigen auch Umfragen wie die des Digitalverbands Bitkom. Unter den Befragten wollen 73 % demnach besser über die elektronische Patientenakte (ePA) informiert werden. Zwei Drittel (65 %) halten die Einführung in Deutschland für überfällig. Doch es gibt auch Vorbehalte: 59 % sorgen sich bei der ePA um die Sicherheit ihrer Daten. 70 % stimmen der Aussage zu, ein digitalisiertes Gesundheitssyst…